
The Section: Die Band hinter Jackson Browne und James Taylor – Neuigkeiten und Fakten
Wer kennt nicht die zeitlosen Klassiker von James Taylor wie Fire and Rain oder Jackson Brownes Running on Empty? Doch hinter diesen unvergesslichen Songs steht eine Band, die wie keine andere den Sound der 70er prägte: The Section. Diese Gruppe von Sessionmusikern war das Rückgrat der kalifornischen Singer-Songwriter-Ära und arbeitete mit den größten Namen der Musikgeschichte zusammen. Doch wer steckte eigentlich hinter diesem Mythos? Und warum erlebt ihr Sound heute ein Comeback?
Wer war The Section? Die Mellow Mafia der 70er
The Section bestand aus einigen der besten Studiomusiker ihrer Zeit: Danny Kortchmar (Gitarre), Russell Kunkel (Schlagzeug), Leland Sklar (Bass) und Craig Doerge (Keyboards). Später stießen noch Waddy Wachtel (Gitarre) und David Lindley (exotische Saiteninstrumente) hinzu. Diese Musiker waren nicht nur Begleitband, sondern prägten mit ihrem einzigartigen Stil ganze Alben – von Carole Kings Tapestry bis zu Warren Zevons Werewolves of London.
Ihr Sound war geprägt von sanften Harmonien, präzisen Rhythmen und einer fast schon meditativen Lockerheit, die perfekt zum introspektiven Songwriting von Taylor und Browne passte. Doch hinter den Kulissen ging es oft alles andere als „mellow“ zu: Drogenexzesse, persönliche Dramen und handfeste Konflikte gehörten zum Alltag. Dennoch schufen sie einige der besten Alben der Rockgeschichte – und das oft in nur wenigen Takes.
Die Zusammenarbeit mit James Taylor und Jackson Browne
James Taylor war einer der ersten, der die Band für sein Album Sweet Baby James (1970) engagierte. Die reduzierte, organische Produktion des Albums – mit Kunkels Besen statt Drumsticks und Kortchmars dezenten Gitarrenriffs – wurde zum Blueprint für den Soft-Rock der 70er. Später folgten Klassiker wie JT (1977), auf dem The Section mit Titeln wie Handy Man und Your Smiling Face erneut Maßstäbe setzte.
Jackson Browne wiederum arbeitete eng mit der Band an Alben wie Running on Empty (1977), das bis heute als eines der besten Livealben aller Zeiten gilt. Die Besonderheit: Es wurde komplett auf Tour aufgenommen – in Hotelzimmern, Backstage und sogar im Tourbus. Die Chemie zwischen Browne und The Section war so stark, dass die Band sogar ein eigenes Vorprogramm bekam. Ein Novum für die damalige Zeit.
Warum The Section heute wieder relevant ist
Während Punk und Disco in den späten 70ern den Soft-Rock verdrängten, erlebt der Sound von The Section heute eine Renaissance. Bands wie Toto, Steely Dan oder sogar moderne Acts wie The War on Drugs berufen sich auf den Yacht Rock – ein Genre, das eng mit dem Sound von The Section verwandt ist. Playlists auf Spotify oder Webradios wie Radio Caroline oder spezielle Yacht-Rock-Sender bringen den Sound zurück in die Wohnzimmer.
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Die Musiker hinter dem Mythos
Jedes Mitglied von The Section hatte seinen eigenen Stil und prägte den Sound auf einzigartige Weise:
- Danny Kortchmar: Der „Kootch“ genannte Gitarrist war der Rocker der Gruppe und steuerte ikonische Riffs wie in Werewolves of London bei.
- Russell Kunkel: Sein Schlagzeugspiel war so präzise, dass er sogar die Lyrics vor den Aufnahmen las, um den emotionalen Gehalt der Songs zu verstehen.
- Leland Sklar: Sein flüssiger Bass war das Fundament des Sounds – und sein Rauschebart wurde zum Markenzeichen.
- Craig Doerge: Der Keyboarder brachte mit seinem Konzertflügel eine fast schon orchestrale Tiefe in die Aufnahmen.
- Waddy Wachtel: Der New Yorker Gitarrist ergänzte die Band mit seinem rockigen Stil und spielte später mit Keith Richards und Stevie Nicks.
- David Lindley: Der Multiinstrumentalist sorgte mit exotischen Klängen für den besonderen Twist.
Fazit: Ein Sound, der bleibt
The Section war mehr als nur eine Begleitband – sie waren Architekten eines ganzen Genres. Ihr Einfluss reicht von den Eagles über Steely Dan bis hin zu modernen Interpreten des Yacht Rock. Auch wenn die Band heute nicht mehr existiert, leben ihre Aufnahmen weiter. Wer sich für die Musik der 70er begeistert, kommt an The Section nicht vorbei. Und wer weiß: Vielleicht entdeckt der ein oder andere beim Hören von Running on Empty oder You’ve Got a Friend ja sogar neue Facetten dieser zeitlosen Songs.
Die Geschichte von The Section zeigt, dass große Musik oft im Hintergrund entsteht – aber genau dort ihre wahre Magie entfaltet. Und diese Magie ist heute aktueller denn je.
Mehr über die Musiklegenden der 70er findest du in unserem Artikel über Fleetwood Mac und Rumours: Wie persönliche Dramen ein Meisterwerk schufen.
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FAQ
Wer waren die Mitglieder von The Section?
Die Kernmitglieder von The Section waren Danny Kortchmar (Gitarre), Russell Kunkel (Schlagzeug), Leland Sklar (Bass) und Craig Doerge (Keyboards). Später stießen Waddy Wachtel (Gitarre) und David Lindley (exotische Saiteninstrumente) hinzu.
Mit welchen Künstlern arbeitete The Section zusammen?
The Section spielte auf Alben von James Taylor, Jackson Browne, Carole King, Linda Ronstadt, Joni Mitchell, Warren Zevon, Crosby & Nash und vielen anderen. Sie prägten den Sound der kalifornischen Singer-Songwriter-Ära.
Warum wird The Section heute wiederentdeckt?
Der Sound von The Section erlebt durch das Revival des Yacht Rock eine Renaissance. Bands wie Toto oder Steely Dan berufen sich auf ihren Stil, und Playlists auf Spotify oder Webradios bringen den Sound zurück in die Wohnzimmer.
Was war das besondere an Running on Empty?
Running on Empty von Jackson Browne ist ein Livealbum, das komplett auf Tour aufgenommen wurde – in Hotelzimmern, Backstage und im Tourbus. Es gilt als eines der besten Livealben aller Zeiten und zeigt die einzigartige Chemie zwischen Browne und The Section.
Wie kann ich Yacht Rock heute hören?
Yacht Rock lässt sich über Webradios wie Radio Caroline oder spezielle Spotify-Playlists empfangen. Moderne Digitalradios ermöglichen den Empfang in bester Qualität – mehr dazu in unserem Artikel Retro-Digitalradio: Oldies perfekt empfangen.



